MRM/Kernspinmammographie

Nach neuesten wissenschaftlichen Studien ist die MR-Mammographie die beste Methode zum Ausschluß oder Nachweis von Brustkrebs. Sie entdeckt durchschnittlich fast doppelt so viele Karzinome wie die Mammographie oder der Ultraschall.

Insbesondere bei dichten und knotigen Brustdrüsen, häufig bei jüngeren Frauen und bei Frauen mit familiärem Mammakarzinomrisiko ist die MR-Mammographie in ihrer diagnostischen Aussagekraft anderen Methoden bei weitem überlegen.

Bei privat versicherten Frauen und bei Patientinnen mit einem Mammakarzinom in der Vorgeschichte werden die Kosten der MR-Mammographie  von der Krankenkasse übernommen.

pdf_icon MR Mammographie

kleines, nicht tastbares Mammakarzinom.

Perfusionsdynamik: stark durchblutetes Areal verdächtig auf Vorliegen einer bösartigen Struktur.

Aktuelle wissenschaftliche Daten:

Brust-MRT – Entdeckt gefährliche DCIS und invasive Karzinome

In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs. Was können Ultraschall, Röntgen-Mammografie und Brust-MRT zur Früherkennung beitragen?

Für die Leistungsfähigkeit des Brust-MRT spielt die Dichte des Drüsengewebes keine Rolle. Aber es muss ein Kontrastmittel injiziert werden, das sich dann in den Blutgefäßen – insbesondere auch schnell wachsender – bösartiger Tumore anreichert und sie sichtbar macht. Mögliche Risiken: Das Kontrastmittel kann allergische Reaktionen verursachen. Und das darin enthaltene Metall Gadolinium kann sich von seiner Trägersubstanz ablösen und dann über die Blutbahn bis in das Gehirn gelangen – etwaige Gesundheitsgefahren sind noch nicht ganz geklärt.

DCIS-, insbesondere auch Hochrisiko-DCIS-, invasive Karzinome und schnell wachsende Karzinome werden mit einem MRT „zuverlässig erkannt“, sagt Kuhl. Deshalb würden bei Frauen, die eine MRT zur Früherkennung erhalten, keine Intervallkarzinome mehr auftreten. Ein Nachteil ist jedoch, dass auch gutartige Veränderungen Kontrastmittel aufnehmen. Das kann zu unnötigen Biopsien führen. Trotzdem halten die Radiologen Wiesinger und Kuhl die Brust-MRT für die beste Methode zur Früherkennung. Sie biete selbst Frauen mit normalem Brustkrebsrisiko im Vergleich zur Röntgen-Mammografie eine fast verdreifachte Empfindlichkeit, sagt Kuhl.

Für ein Massenscreening eignet sich das MRT trotz seiner Vorzüge jedoch derzeit nicht. Das liegt zum einen an den aktuell immer noch vergleichsweise hohen Kosten von 400 bis 800 Euro. Diese werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei einem hohen familiären Tumorrisiko übernommen (bei GKV vorab nachfragen, bei dichtem Brustgewebe bei der Kasse anfragen).