Computertomographe (CT)

Computertomographie (CT)

Anwendung/Prinzip

Bei der Computertomographie wird mit Hilfe rotierender, fein gebündelter Röntgenstrahlen die Röntgendichte der Strukturen eines Körperabschnitts gemessen. Der Patient liegt dabei auf einer Liege und wird mit der Unterlage durch eine ringförmige Öffnung gefahren. Die Untersuchung dauert wenige Minuten, die Datenerfassung selbst nur einige Sekunden.
Mit einem leistungsfähigen Computersystem werden aus den Messungen digitale Schnittbilder rekonstruiert. Dabei entstehen detaillierte Bilder in verschiedenen Ebenen. Auch dreidimensionale Darstellungen sind möglich.

Bei einigen Fragestellungen verbessert sich die Aussagekraft der Untersuchung durch Anwendung von Kontrastmitteln. Die Kontrastierung des Magen-Darm-Trakts erfolgt durch ein Getränk, in besonderen Fällen durch einen Einlauf. Bei einigen Untersuchungen wird während der Bilderstellung ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Armvene injiziert.

Zu beachten ist,

  • dass Patienten vor einer Kontrastmittel-Injektion mindestens 2 Stunden nüchtern sein sollen.
  • dass es Menschen gibt, die allergisch auf Kontrastmittel reagieren.
  • dass die Anwendung von Kontrastmitteln bei Menschen mit Begleiterkrankungen von Niere oder Schilddrüse zu Störungen führen kann.

Über diese Punkte sprechen wir bereits bei der Terminvergabe mit unseren Patienten. Zur Vermeidung unnötiger Risiken bitten wir Sie gegebenenfalls außerdem, bestimmte Laboruntersuchungen vor dem CT-Termin durchführen zu lassen bzw. Ihren Allergiepaß mitzubringen.

Unsere zuweisenden Kollegen wissen über diese Voraussetzungen in der Regel gut Bescheid und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Anwendungsgebiete

Die Computertomographie eignet sich insbesondere für folgende Körperbereiche und Fragestellungen:

Kopf/Hals

  • Blutungen, Infarkte, Tumoren des Gehirns
  • Nasennebenhöhlen
  • Tumoren der Halsweichteile

Lunge und sonstiger Brustraum

  • Lungenentzündung, narbige Umwandlung, Emphysem, Bronchialkarzinom
  • Gefäßdarstellung der Aorta und der großen Arterien

Herz (CT der Herzkranzgefäße)

  • Nachweis von Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen
  • Darstellung der Herzkranzgefäße ohne Katheter
  • Bypasskontrolle

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Bauchraum

  • Innere Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse , ect.
  • Nieren- und Harnwegserkrankungen
  • Baucharterien

Colonographie (sogenannte „virtuelle Darmspiegelung“)

  • Darstellung des Dickdarms ohne Endoskop
  • Ausschluss von Polypen oder Dickdarmtumoren
  • Gleichzeitige Darstellung aller Bauchorgane
    (Darmreinigung durch Abführmittel notwendig)

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Knochen einschließlich Wirbelsäule
(zumeist ohne Kontrastmittelgabe)

  • Knochenprozesse, entzündlich oder tumorös
  • Brüche, Fehlstellungen
  • Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose
  • Knochendichtemessung

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CT Angiographien aller Körperregionen
(Ausweichmethode zur MR-Angiographie)

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